SEA

1. Bezahlte Suchergebnisse

Eine Platzierung auf den vorderen Positionen bei Google stellt eine nahezu unerschöpfliche Besucherquelle dar. Der Branchenprimus unter den Suchmaschinen ist für über 90 % der Internetuser die erste zentrale Anlaufstelle, um das Web nach Informationen zu durchsuchen. Die ersten Plätze von oben versprechen die höchste Klickrate und Unternehmen können diese durch SEA (Search-Engine-Advertising) gezielt besetzen.

Grafik: SEA - Search Engine Advertising

Bis zu vier Werbeplätze werden bei Google für Anzeigepartner reserviert.

 

2. Der schnellste Weg in die Top 3

Wer sich schon einmal mit der Optimierung einer Seite für den Suchalgorithmus von Google beschäftigt hat (vgl. SEO), der weiß, dass diese Strategie in der Regel ein eher langfristig wirksamer Ansatz ist. Im Gegensatz dazu verspricht die Schaltung von Werbeanzeigen bei Google (SEA) ein unmittelbares Feedback. Sofort nach Kampagnenstart könnten erste Besucher auf der eigenen Website landen und damit im besten Fall eine erste Lead-Generierung zustande kommen. Daher ist diese Werbeform inzwischen ein unverzichtbarer Teil im Onlinemarketing-Mix. Bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen bringen jedoch folgende Probleme mit sich:

  • Jeder Besucher, der eine Anzeige anklickt, muss bezahlt werden.
  • Um überhaupt angezeigt zu werden, muss ein ausreichend hoher Betrag bezahlt werden.

Viele Suchbegriffe sind bereits stark umkämpft, da es mehr Interessenten als verfügbare Werbeplätze gibt. Das Resultat: Die Konkurrenten treiben die Preise für die Anzeigen immer weiter in die Höhe, bis irgendwann das Kosten-Nutzen-Verhältnis überstrapaziert wird.

 

3. Das System von Google Adwords

Der bekannteste Anbieter bezahlter Suchergebnisse ist die hauseigene Google-SEA-Plattform „Adwords“. Hier kann festgelegt werden, um welche Suchbegriffe es sich handelt und wie viel ein Besuch auf der eigenen Seite maximal wert ist. Neben der Höhe des monetären Gebotes fließt auch der Qualitätsfaktor in die Bewertung der Anzeige ein. Je hochwertiger Google die Website wahrnimmt, desto eher besteht die Chance, dass diese auch tatsächlich in den Suchbegriffen angezeigt wird. Je besser die Seite zum Suchbegriff passt, desto eher wird ein User diese auch anklicken. Mehr Klicks bedeuten im Umkehrschluss wieder mehr Einnahmen für Google. Daher werden Websites bevorzugt eingeblendet, für die der Google-Algorithmus eine hohe Klickrate prognostiziert.

 

4. Die richtigen SEA-Suchbegriffe finden

Wie bereits angedeutet, unterliegen die Klickpreise bei Suchmaschinenanzeigen dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Platzierungen bei attraktiven Suchbegriffen (auch „Keywords“ genannt) ziehen in der Regel hohe Kosten nach sich. Im Folgenden werden zwei Arten von Suchbegriffen miteinander verglichen und charakterisiert.

4.1 Money-Keywords ‒ wenn der Kunde kurz vor dem Kauf steht

Insbesondere gute Platzierungen bei sogenannten Money-Keywords erweisen sich als besonders kostenintensiv, da sich der Kunde in diesem Fall bereits mit der Eingabe des Keywords im Suchfeld als kaufwillig positioniert. Typische Beispiele für Money-Keywords sind folgende Suchbegriffe:

  • Aktien kaufen
  • Stromanbieter wechseln
  • Essen bestellen

Die Suchenden drücken mit Ihrer Anfrage klar aus, dass sie in diesem Moment über ein eindeutiges Kaufinteresse verfügen. Nicht selten müssen Werbetreibende in einem solchen Fall mehr als 3 € für einen Seitenbesucher bezahlen. Gerade für kleinere Marktteilnehmer ist ein Bieten auf diese Keywords daher oftmals mit hohen finanziellen Risiken und einem Höchstmaß an Unsicherheit verbunden.

4.2 Long-Tail-Keywords ‒ versteckte SEA-Goldgruben entdecken

Wie der Name schon impliziert, handelt es sich bei den Long-Tail-Keywords um längere Suchbegriffe, die sich meist aus mindestens drei Wörtern zusammensetzen. Dadurch reduziert sich unweigerlich das Suchvolumen, da Long-Tail-Keywords deutlich spezifischer formuliert sind, als allgemein gehaltene Suchbegriffe. Typische Beispiele für Long-Tail-Keywords sind unter anderem:

  • Partyboot Köln mieten
  • Nachhilfekurs Mathe Hamburg Sommerferien
  • Druckanbieter Berlin Selbstabholung

Bei diesen Suchbegriffen fällt auf, dass sie eine genaue Spezifikation hinsichtlich einiger Kriterien wie Ort oder Zeitraum haben. Durch diese Informationen scheiden viele potenzielle Mitbewerber aus. Dadurch reduziert sich die Konkurrenz um gute Platzierungen bei dem Suchbegriff und starke Rankings sind mit weniger monetärem Aufwand möglich. Unter Umständen erhöht sich sogar die Chance, dass sich Besucher tatsächlich zu einem Kauf entscheiden, sofern das Angebot mit dem Keyword übereinstimmt.

 

5. Fazit ‒ SEA hat zwei Gesichter

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass die Schaltung bezahlter Anzeigen in Suchmaschinen viele Besucher auf die eigene Seite bringen kann, die perfekt zur unternehmenseigenen Zielgruppe passen. Jedoch sollte im Vorfeld genau überlegt werden, wie viel Geld ein Seitenaufruf durch einen potenziellen Kunden kosten darf. Oftmals ist es ratsam, wenig umkämpfte Nischen aufzusuchen, die zwar ein insgesamt geringeres Potenzial bieten, sich jedoch einfacher und mit weniger Kosten erschließen lassen.

 

Einzelnachweise

http://articles.bplans.com/beginners-guide-google-adwords-small-business/

http://neilpatel.com/what-is-google-adwords/

http://www.onlinemarketing-praxis.de/glossar/suchmaschinenwerbung-sea

 

Weiterführende Links

1. Guide für Google Adwords

2. Guide für Google Adwords

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