Geschäftsmann hält PowerPoint-Präsentation vor Publikum

Überzeugen Sie Ihre Kunden: Erstellen Sie eine gute PowerPoint-Präsentation

Im Marketing kommt keiner an PowerPoint-Präsentationen vorbei. Consultants, PR-Agenten und Werber nutzen diese vielfältig: um Produktideen und -konzepte auszuarbeiten und vorzustellen, Kommunikationsmaßnahmen zu visualisieren sowie Informationen zu neuen Produkten zu vermitteln. Die weite Verbreitung zeugt jedoch nicht zwangsläufig von der Qualität der Vortragsmethode. Häufig werden B2B-Kunden mit PowerPoint-Präsentationen überfrachtet und die gewünschte Wirkung bleibt aus. Folien, die mit Informationen überladen sind, eine Bullet-Point-Auflistung nach der anderen, grelle Überblendeffekte und eine verbesserungswürdige Vortragsweise können die PowerPoint-Präsentation zu einem Misserfolg werden lassen.

Lesezeit: 5 minutes

Publiziert: 03.05.2017

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Machen Sie es besser und überzeugen Sie Ihre Kunden, anstatt sie zu langweilen. Schließlich ist ein Vortrag immer eine Visitenkarte des Redners und des Unternehmens. Dieser Ratgeberartikel stellt die acht Top-Tipps zusammen, mit denen Sie eine überzeugende PowerPoint-Präsentation erstellen.

 

8 Top-Tipps für die Erstellung einer eindrucksvollen PowerPoint-Präsentation

Überlassen Sie bei der Planung, Erstellung und Durchführung der PowerPoint-Präsentation nichts dem Zufall. Mit diesen acht Top-Tipps für PowerPoint-Präsentationen hinterlassen Sie bei Ihrem Publikum einen bleibenden Eindruck.

 

Tipp 1: KISS – Keep It Straight and Simple

Eine einfache Regel für Ihre PowerPoint-Präsentation sollten Sie immer beachten: KISSKeep It Straight and Simple. Die Aufmerksamkeit Ihres Publikums ist begrenzt. Beschränken Sie sich auf die wesentlichen Informationen und überfrachten Sie Ihre Folien nicht. Jede Folie (Slide) enthält im Idealfall nur eine Botschaft. Die Slides sollen Ihren Vortrag visualisieren und ihn nicht ersetzen. Wenn Sie zum Beispiel die 4 Ps Ihres Marketing-Mixes vorstellen, dann reicht dafür eine Folie mit den Begriffen für die 4 Ps.

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Tipp 2: Die Rahmenbedingungen klären

Klären Sie vor einer PowerPoint-Präsentation die Rahmenbedingungen, den Kontext und das Ziel Ihres Vortrages. Überlegen Sie sich genau, wen Sie mit Ihrer PowerPoint-Präsentation ansprechen wollen und in welcher Sprache. Ist die Zielgruppe an Details interessiert, treffen Ihre Zuhörer Entscheidungen oder geht es um eine reine Informationsgewinnung? Beachten Sie neben dem Ziel und der Zielgruppe auch die Zeit. Dazu hat Guy Kawasaki, ein gefragter Redner und Wagnisfinanzierer aus dem Silicon Valley, die 10–20–30-Regel für einen Vortrag mit PowerPoint erstellt: Danach sollte ein guter Vortrag nie mehr als 10 Folien umfassen, nicht länger als 20 Minuten dauern und eine Schriftgröße von nicht weniger als 30 Punkt verwenden. Vergessen Sie nicht, etwa 20 Prozent der Gesamtzeit für Diskussionen einzuplanen.

 

Tipp 3: Sie sind der Mittelpunkt der Präsentation

Viele Redner verstecken sich hinter einem Pult oder hinter der gesamten Visualisierung des Vortrages. Eine gut gestaltete PowerPoint-Präsentation ist wichtig, aber Sie als Redner sind der Mittelpunkt der PowerPoint-Präsentation. Stehen Sie während des Vortrages in der Mitte. Die Leinwand mit den Slides sollte nur eine Unterstützung zu Ihrer Präsentation sein.

Geschäftsmann hält PowerPoint-Präsentation

Vergessen Sie bei Ihrer Präsentation nicht, dass Sie der Mittelpunkt sind und Ihre Slides Sie unterstützen.

 

Tipp 4: Sparsam mit Stilelementen umgehen

Jeder kennt PowerPoint-Präsentationen, die von Stilelementen überladen sind: Textstellen „fliegen“ auf die Slides und jeder Folienwechsel erfolgt mit einem anderen Überblendeffekt; für die Texte werden fünf verschiedene Farben verwendet und Soundeffekte unterstreichen die gesamte Präsentation. Zu viele Stilelemente lenken von den wesentlichen Informationen ab. Gehen Sie also sparsam mit jenen Elementen um. Verwenden Sie für die Gestaltung nur Farben aus einer Familie (zum Beispiel Rot, Orange, Zinnober) und nie mehr als zwei Schrifttypen. Wählen Sie Ihre Überschriften prägnant und reduzieren Sie diese auf den Kerninhalt (Action-Titles). Im besten Fall versteht der Zuhörer allein durch das Lesen der Überschriften, worum es geht. Verwenden Sie Charts, die Ihren Redefluss unterstreichen.

 

Tipp 5: Den Einstieg erfolgreich meistern

Der Beginn Ihrer PowerPoint-Präsentation ist der wichtigste Abschnitt. Die Aufmerksamkeit ist am größten und in den ersten Augenblicken entscheidet der Zuhörer, ob er von Ihrem Auftreten beeindruckt, unterhalten, angeregt oder informiert wird. Begeistern Sie Ihr Publikum mit einem erfolgreichen Einstieg und gewinnen Sie die Zuhörer für Ihren Vortrag. Nachfolgend stellen wir Ihnen fünf mögliche Einstiege vor:

  • Interaktiv
    Sie sind zwar die Hauptperson, aber es schadet nicht, Ihr Publikum in den Vortrag einzubeziehen. Führen Sie etwa spontane Umfragen durch.
  • Nachrichtlich
    Ergebnisse einer kürzlich erschienenen Studie oder aktuelle Branchen-News eignen sich hervorragend für den Einstieg.
  • Überraschend
    Überraschen Sie Ihr Publikum mit einer gewagten Hypothese oder treffen Sie bewusst eine Falschaussage, die Sie während Ihres Vortrages widerlegen. So erzeugen Sie Spannung und die Aufmerksamkeit des Publikums ist ganz bei Ihnen.
  • Anregend
    Fragen Sie die Zuhörer nach ihrer Meinung zu dem Thema, über das Sie sprechen. So bereiten Sie das Publikum gedanklich auf die Präsentation vor.
  • Visuell
    Zeigen Sie zu Beginn eine Grafik, ein Bild oder einen Filmausschnitt und stimmen Sie Ihr Publikum so auf den Vortrag ein.

 

Tipp 6: Beachten Sie die Reihenfolge

Stellen Sie sich vor, Sie projizieren eine Folie auf die Leinwand und tragen anschließend den Inhalt der Folie Ihrem Publikum vor. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Ihnen nur noch wenige aufmerksam zuhören. Hört das Publikum die Informationen von Ihnen, nachdem sie diese schon gesehen hat, schalten die Zuhörer ab. Blenden Sie die Stichpunkte oder einprägsamen Zahlen also erst dann ein, wenn diese im Vortrag erwähnt werden.

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Tipp 7: Komplexe Sachverhalte visualisieren

Bauen Sie Grafiken in Ihren Vortrag ein. Gerade bei der PowerPoint-Präsentation komplexer Sachverhalte bietet sich eine Visualisierung zum besseren Verständnis an. Abläufe und Zahlen lassen sich auf diese Weise während eines Vortrages spannender darstellen und prägen sich leichter in das Gedächtnis der Zuhörer ein. Unterstützen Sie mit den Grafiken das gesprochene Wort. Wenn Sie einen Anstieg aufzeigen wollen, dann stellen Sie eine Kurve dar, die während des Vortrages dramatisch ansteigt. Seien Sie jedoch sparsam mit Grafiken und vermeiden Sie zu komplexe Darstellungen. Beachten Sie zudem die Größe der Grafik, denn die Zuhörer in der letzten Reihe möchten Ihrem Vortrag ebenso aufmerksam folgen.

 

Tipp 8: Verteilen Sie ein Handout

Nachdem Sie das letzte Wort gesprochen haben, kann Ihre PowerPoint-Präsentation zu den Akten gelegt werden? Genau so sollte es nicht sein. Wenn Sie die vorangegangenen Tipps beachten, dann bleiben Sie auch nach dem Vortrag im Gedächtnis der Zuhörer. Verteilen Sie nach dem Vortrag ein Handout mit den wichtigsten Zahlen, Daten und Tabellen aus Ihrer Präsentation. Ein Handout bedeutet nicht, Ihre kompletten Vortrags-Folien auszudrucken. Wenn Sie Ihre PowerPoint-Präsentation gut aufbereitet und gestaltet haben, dann sollten die Informationen ohne Ihr gesprochenes Wort nicht komplett verständlich sein.

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Autor

Jonas Keller
Jonas Keller

Jonas Keller ist freiberuflicher Redakteur. Er hat einen Masterabschluss im Fachbereich Business Administration und schreibt aktuell an seiner Doktorarbeit zum Themenschwerpunkt Sales Management. Nebenbei unterstützt er die Redaktion des B2B Magazins in den Bereichen Marketing und Vertrieb.

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