Verschiedene Prouktkataloge

Produktkataloge erstellen: Die wichtigsten Schritte zum erfolgreichen Produktkatalog

Der Produktkatalog vereint in der heutigen Zeit zum einen wirtschaftliche Aspekte wie die Gewinnmaximierung, zum anderen aber auch individuelle Tendenzen wie eine gezielte Imagebildung. Er dient somit nicht zur reinen Dokumentation des eigenen Produktbestandes. Sie sollten Ihrer potenziellen Käuferschaft einen Produktkatalog präsentieren, welcher einen nutzerorientierten Aufbau und Inhalt aufweist. Gerade im Rahmen des knappen Zeitfensters im B2B-Bereich müssen relevante Informationen sofort bezogen werden können.

Lesezeit: 5 minutes

Publiziert: 03.05.2017

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Das Zitat des Tanner-Marketingleiters Dr. Sven Bergert bringt die Thematik auf den Punkt: „Ein guter Katalog kostet kein Geld – er verdient Geld.“ Wie Ihr Unternehmen einen erfolgreichen Produktkatalog erstellen kann, erfahren Sie im nachfolgenden Ratgeber.

 

1. Der erste Eindruck

Der erste Eindruck zählt und wenn dieser nicht positiv ist, kann er kaum rückgängig gemacht werden. Bereits beim Einband sollten Sie einiges beachten:

  • Lassen Sie Ihren Produktkatalog professionell drucken und binden.
  • Bleiben Sie bei Ihrem Corporate-Design und nutzen Sie die firmeninternen Farben.
  • Versehen Sie Ihren Einband mit Datum und Jahreszahl.

Gerade Printformate leben von der Haptik. Sparen Sie nicht bei den Materialien, sondern zeichnen Sie sich durch gute Druckqualität aus.

Auf den ersten Seiten sollten Sie wichtige Informationen zu Ihrem Unternehmen geben:

  • WER?
    Geben Sie Informationen zu Ihrem Unternehmen und kommunizieren Sie Ihre Firmenphilosophie. Zudem können Sie Ihre Position im Markt erläutern und herausstellen, wieso gerade Ihre Produkte kaufenswert sind.
  • WO?
    Pflegen Sie Ihre Kontaktdaten und den Firmensitz ein.
  • WAS?
    Zeigen Sie, welche Produkte Sie im Produktkatalog aufführen und geben Sie Hinweise für weitere Produkte.

Zudem können Sie die ersten Seiten Ihres Produktkataloges mit Vorteilspreisen oder Prozenten für Neukunden und/oder Bestandskunden interessanter gestalten.

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2. Inhaltliche Struktur

Legen Sie für die inhaltliche Struktur ein durchdachtes Inhaltsverzeichnis an. Arbeiten Sie hier mit Ober- und Unterpunkten, welche nach Produkteigenschaften geordnet werden. Somit erleichtern Sie Ihrer Leserschaft den Überblick über die dargestellte Produktpalette.

Setzen Sie mit gezielten Schwerpunkten Akzente innerhalb Ihres Produktkataloges. Hier gilt eine modulare Herangehensweise, also das Unterteilen Ihrer gesamten Produktpalette in verschiedene Kategorien. Erstellen Sie für vorher festgelegte Produktgruppen einen eigenen Katalog. Somit reduzieren Sie die Komplexität Ihrer Inhalte.

Am Ende Ihres Kataloges positionieren Sie die Bestellinformationen. Nachdem der Kunde den gesamten Produktkatalog gesichtet hat, wird er unbewusst zum Kauf angeregt. Hier ist die Chance für einen direkten Einkauf am größten, da sich der Kunde tief in der Materie befindet.

 

3. Navigation der Produktkataloge

Eine übersichtliche Gestaltung Ihres Produktkataloges ist von großer Bedeutung. Wenn der Leser zu lange mit der Suche nach einem bestimmten Produkt beschäftigt ist, sorgt dies für Unmut und Frustration. Im schlimmsten Fall wird die Suche aufgegeben und der Katalog entsorgt.

Damit Ihr Kunde ohne lange zu suchen sofort zur gewünschten Seite gelangt, empfiehlt sich ein durchgehendes Register am linken und rechten Seitenrand. Jedes Register benötigt für eine schnelle Orientierung ein eigenes Verzeichnis. Hier sollten Sie wieder mit Ober- und Unterpunkten arbeiten.

 

4. Produktkommunikation

Nur mit der richtigen Produktkommunikation können Sie Ihren Kunden überzeugen und wichtige Informationen über Ihre Produkte vermitteln. Sie sollten Ihre Kunden gezielt ansprechen, damit diese zum Kauf motiviert werden.

Hierbei ist auf folgende Dinge zu achten:

  • Erschlagen Sie den Leser nicht mit seitenlangen Texten. Gerade im B2B-Bereich zählt: Zeit ist Geld.
  • Visualisieren Sie Daten und Fakten mit Diagrammen oder Tabellen.
  • Arbeiten Sie mit Eyecatchern, wie zum Beispiel Icons, um wichtige Informationen zu kennzeichnen.
  • Achten Sie bei Ihren Produktbeschreibungen auf eine einheitliche Struktur.
  • Bleiben Sie bei Ihrem Sprachstil klar und deutlich.
  • Sprechen Sie Ihre Kunden direkt an, zum Beispiel mit Handlungsaufforderungen und Tipps.

Für eine effiziente Produktkommunikation müssen zwei Hürden überwunden werden.

I. Tilgung: Wahrnehmen der Botschaft

Die Tilgung beschreibt die Informationsverarbeitung des Menschen. Dieser nimmt nur einen ausgewählten Anteil der ihm zugeführten Informationen auf. Dieser Zustand rührt aus der immer größer werdenden Flut von Informationen, die selektiert werden müssen.

Hier sollten Sie ansetzen und den Informationsfilter Ihrer Kunden durchbrechen, um diese erreichen zu können.

II. Übernahme: Übernehmen der Botschaft

Die Übernahme bezieht sich auf die Verarbeitung der Botschaft. Durch die Überwindung der Tilgung hat der Kunde die Informationen erhalten und verstanden. Nun sollten diese auch übernommen und als glaubwürdig anerkannt werden.

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5. Produktkataloge erstellen: Das Design

Bleiben Sie bei der Gestaltung Ihres Produktkataloges bei Ihrem Corporate-Design. Das vermittelt Professionalität. Der Katalog ist hier Nachschlagewerk und Wissensvermittler für Ihre Produkte.

Wichtige Informationen müssen gut sichtbar platziert und gekennzeichnet werden. Dabei helfen farbige Kästen und Hervorhebungen durch Unterstreichungen oder Fettdruck. Den Ausspruch „Weniger ist mehr.“ sollten Sie nicht aus den Augen verlieren. Eine unstrukturierte und unruhige Gestaltung wirkt unseriös.

Die Produktfotos müssen professionell und qualitativ hochwertig gestaltet werden. Dafür sollten Sie in jedem Fall einen qualifizierten Produktfotografen konsultieren.

Produktkataloge erstellen: Das Design

Bei der Gestaltung Ihres Produktkataloges sollten Sie sich an Ihrem Corporate-Design orientieren.

 

6. Format der Produktkataloge

In welchem Format Sie Ihren Produktkatalog veröffentlichen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Digitale Plattformen bieten mehr Gestaltungsmöglichkeiten für eine komplexe Produktpalette. Zudem können Zusatzinformationen besser verlinkt werden, ohne den Fließtext zu verlängern.

Bei Printformaten wirken etablierte Mechanismen: Durch die Beständigkeit und Haptik kann sich der Kunde intensiver mit dem Katalog beschäftigen. Das schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Der Produktkatalog wird in den meisten Fällen mehrfach und vor allem intensiver angeschaut.

 

Fazit

Ein gut geplanter und strukturierter Produktkatalog verhilft Ihrem Unternehmen zum Erfolg. Nutzen Sie die Modularität Ihrer Inhalte und überladen Sie den Katalog nicht. Nur so können Sie einen echten Mehrwert für Ihre Kundschaft generieren. Die gezielte Einbettung von Registern und Farben erleichtert es dem Kunden, sich in Ihrem Produktkatalog zurechtzufinden. So verliert dieser nicht die Leselust durch zeitintensives Suchen. Bei der Veröffentlichung Ihres Kataloges verknüpfen Sie Online- und Offline-Formate, um das größtmögliche Publikum zu erreichen und schöpfen somit das Potential beider Formate aus.

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Autor

Jonas Keller
Jonas Keller

Jonas Keller ist freiberuflicher Redakteur. Er hat einen Masterabschluss im Fachbereich Business Administration und schreibt aktuell an seiner Doktorarbeit zum Themenschwerpunkt Sales Management. Nebenbei unterstützt er die Redaktion des B2B Magazins in den Bereichen Marketing und Vertrieb.

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